Darmstädter Ferienkurse 2014

Darmstädter Ferienkurse 2014

Als wir 2010 bei den Darmstädter Ferienkursen zum ersten Mal das große ENSEMBLE-Projekt aufgelegt haben, war noch nicht abzusehen, ob si...

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Als wir 2010 bei den Darmstädter Ferienkursen zum ersten Mal das große ENSEMBLE-Projekt aufgelegt haben, war noch nicht abzusehen, ob sich hier Wunsch und Wirklichkeit treffen würden: Die konzeptionelle Idee war, einer jun- gen, internationalen und sehr vitalen Ensembleszene eine Plattform in Darmstadt zu geben und dabei zugleich die hiermit verbundenen Neuansätze hinsichtlich interpretatorischer und (selbstverständlich auch) kompositorischer Praxis so weit wie möglich in die Kursarbeit selbst hineinzutreiben. Bei der nun mehr dritten Edition des Projekts — ENSEMBLE 2014 — zeigt sich ganz deutlich, wie lohnenswert es ist, beharrlich an der intendierten Grundidee festzuhalten und sie zugleich von Mal zu Mal zu modifizieren und weiter zu entwickeln. Das ENSEMBLE-Projekt ist zum Kern der Ferienkurse geworden, ohne dass wir dadurch die anderen Schwerpunkte aus dem Fokus verloren hätten. Vielmehr findet eine weitgehende Verschränkung zwischen Interpretation, Komposition und Theorie, zwischen Festival- und Workshop-Programm, zwischen elektronischer und akustischer Musik, zwischen Performance und Artistic Research statt. Verschränkungen, die das Kernprojekt in der Folge dann schon wieder ein wenig aufheben — ein Effekt, der dazu führt, dass das Gesamtgebilde »Ferienkurse« wieder stärker wahrgenommen wird. An die 20 Einzelprojekte für InterpretInnen, KomponistInnen und Theo- retikerInnen, die zumeist mit vorgeschalteten Calls und zum Teil mit Vortreffen initiiert wurden, stehen für die Bandbreite und das Angebot der diesjährigen Ferien- kurse, das in den letzten Jahrzehnten kaum umfangreicher gewesen sein dürfte.

Und nebenbei: Wer diese vier jungen Ensembles — Distractfold (UK), sound- initiative (F), Garage (de) und Trio Catch (de) — aus einem internationalen Call aus- wählen und als Ensembles zu Gast haben darf, kann sich in der Tat glücklich schätzen. Die diesjährige Auswahl zeigt zudem das qualitativ hohe Niveau der Einreichungen zu diesem Programm: auch dies nicht zuletzt ein Erfolg für das Projekt selbst.

Wer die Profile der vier jungen Ensembles betrachtet, wird feststellen, dass hier wie bei einigen anderen Klangkörpern ihrer Generation nicht allein Programme und Repertoires, sondern damit verbunden eben auch ein neues Selbstver

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